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Uraufführung 09.10.2003
Sasha Waltz realisierte mit »insideout« einen lang gehegten Traum. Bereits seit zehn Jahren verfolgte sie die Idee eines Stückes, das sich die Zuschauer durch eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit im offenen Bühnenraum, wie in einer Ausstellung, auf ganz persönliche Art und Weise selbst erschließen können. Darüber hinaus wollte sie nach großen Gruppenchoreographien wie Körper und noBody wieder den einzelnen Tänzer in den Mittelpunkt ihrer aktuellen Arbeit stellen. Auf Initiative der Kulturhauptstadt Graz 2003 entwickelte sie die interdisziplinäre Produktion »insideout« gemeinsam mit zwanzig Darstellern und zehn Musikern aus Asien, Europa, Nord- und Südamerika. Ausgehend von den persönlichen Lebensgeschichten der Tänzer und Schauspieler, setzte sich das Stück thematisch mit gesellschaftlichen und individuellen Werten, Lebensstilen und Statussymbolen auseinander. Was benötigen wir zur Entwicklung unserer Identitäten? Welche Bedeutung haben heute noch Herkunft, Familie und Geschichte? Die Vielschichtigkeit der einzelnen Persönlichkeiten lässt ein facettenreiches Kaleidoskop entstehen. In einem produktionsbegleitenden Buch stellte der Kulturwissenschaftler und Mitinitiator Karl Stocker Interviews mit Mitgliedern des Tanzensembles soziologische Thesen von Baudrillard, Beck, Bourdieu u.a. gegenüber. In ihrem ersten musikalischen Werk für die Bühne verdichtete die Komponistin Rebecca Saunders einzelne Soli, Duette und Trios für zehn im Raum verteilte Musiker sowie mechanische Musikquellen zu einer vielschichtigen Gesamtkomposition, während der Videokünstler Philip Bußmann mit seinen Projektionen assoziative visuelle Wahrnehmungsebenen erschuf. Mit Bühnenbildner Thomas Schenk und Lichtdesigner Martin Hauk setzte Sasha Waltz ihre langjährige künstlerische Zusammenarbeit fort. Lebendige Skulpturen, animierte Objekte, eine intime Nähe zwischen Publikum und Darstellern sowie die Überlagerung von simultanen Aktionen, Bildern und Klängen kennzeichnen die Aufführung. »insideout« erhielt den OPUS-Preis für das Bühnenbild des Jahres.

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Regie
Choreographie
Konzept
Sasha Waltz
Komposition
Rebecca Saunders
Bühne
Thomas Schenk
Sasha Waltz
Licht
Martin Hauk
Video
Philip Bußmann
Wissenschaft/Konzept
Karl Stocker
Choreographie
Tanz
Mikel Aristegui
Jiri Bartovanec
Maria Marta Colusi
Lisa Densem
Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola
Luc Dunberry
Charlotte Engelkes
Nicola Mascia
Michal Mualem
Manuel Pérez Torres
Sasa Queliz
Paolo dos Santos
Mata Sakka
Claudia de Serpa Soares Xuan Shi
Takako Suzuki
Laurie Young
Matan Zamir
Sigal Zouk-Harder
Musiker
Carl Rosman Klarinette
Marco Blaauw Trompete
Adrian Pereyra Gitarre
Adam Ørvad Akkordeon
Ulrich Löffler Klavier
Tatiana Koleva Schlagzeug
Hannah Weirich Violine
Susanne Zapf Violine
Dirk Wietheger Violoncello
Michael Tiepold Kontrabass
Eine Produktion der Schaubühne am Lehniner Platz präsentiert von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas und steirischerherbst.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Die musikFabrik wird gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen: www.musikfabrik.org
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